Viele Menschen möchten auch im Urlaub ihren vierbeinigen Freund nicht missen. Wer seinen Hund mit in den Urlaub nehmen möchte, findet in Dänemark ein attraktives Urlaubsland. Dänemark bietet in vielerlei Hinsicht ideale Möglichkeiten, um eine erholsame Zeit für Hund und Besitzer zu ermöglichen.

Dänemark gilt als besonders hundefreundlich und bietet spezielle Attraktionen, um den Urlaub mit Hund zu einem gelungenen Aufenthalt werden zu lassen. In ganz Dänemark finden sich ausreichende Möglichkeiten, mit einem Hund tolle Ausflüge in der freien Natur zu erleben und Sand und Strand zu genießen. Hunde sind im Urlaubsland Dänemark herzlich willkommen. Wie überall gilt es jedoch auch hier, bestimmte Regeln und Bestimmungen einzuhalten.

 

Regeln und Bestimmungen zur Einreise nach Dänemark

Vor dem Antritt der Reise sollte man sich über Dänemarks Einreisebestimmungen für Hunde informieren. Folgende Rassen sowie deren Mischlinge dürfen nicht nach Dänemark einreisen, sofern die Hunde nach dem 17. März 2010 erworben wurden:

 

  • Pitbull Terrier
  • Tosa Inu
  • Amerikanischer Staffordshire Terrier
  • Fila Brasileiro
  • Dogo Argentino
  • Amerikanische Bulldogge
  • Boerboel
  • Kangal
  • Zentralasiatischer Ovtcharka
  • Kaukasicher Ovtcharka
  • Südrussischer Ovtcharka
  • Tornjak
  • Sarplaninac

 

Hier obliegt es im Zweifelsfall dem Hundehalter, sowohl die Hunderasse als auch das Datum des Erwerbs des Tieres nachzuweisen.

 

Darüber hinaus ist es unumgänglich, dass der Hund für die Einreise nach Dänemark über einen internationalen EU – Impfpass, eine gültige Tollwutimpfung sowie einen Mikro-Chip verfügt. Die Tollwutimpfung muss mindestens drei Wochen vor der Einreise nach Dänemark erfolgt sein. Die Dauer des Impfschutzes richtet sich nach den Vorgaben des Impfschutz Herstellers. Tiere, die jünger als drei Monate alt sind dürfen nicht nach Dänemark mitgenommen werden. Ein Zeckenschutz für den Hund basiert auf freiwilliger Basis, ist jedoch bei einem Aufenthalt zwischen Frühjahr und Herbst empfehlenswert. Spot on Produkte oder Zeckenhalsbänder schützen den Hund und Waldspaziergänge oder Strandläufe können ohne mulmiges Gefühl genossen werden.

 

Hunde in Ferienunterkünften

In den meisten Ferienquartieren und Ferienhäusern ist die Mitnahme eines oder auch mehrerer Hunde möglich. Empfohlen wird, neben dem Hundebett oder Hundekorb auch die Hundenäpfe mitzubringen. Futter, zumindest für die ersten Tage ermöglicht es, den Urlaub ruhig anzugehen. Eine kleine Reiseapotheke, ein Maulkorb, Hundeshampoo und Handtücher, um den Vierbeiner nach einem Bad im Meer oder dem Wälzen im feinen Sand wieder sauber zu bekommen und eine Wasserflasche, um Trinkwasser für den Hund auf Spaziergängen mit zu nehmen sind ebenfalls ratsam. Im Allgemeinen ist der Aufenthalt des Hundes kostenlos. Fallweise wird eine Kaution für eventuell durch den Vierbeiner entstandene Schäden eingehoben. Den entsprechenden Hinweis findet man in der Beschreibung der jeweiligen Unterkunft. Viele der Häuser verfügen über ein eingezäuntes Grundstück oder eine eingezäunte Terrasse, worauf bei Bedarf geachtet werden sollte. Ebenso ist es bei manchen Hunden nötig, auch die Höhe des Zauns zu bedenken. Auch auf Campingplätzen ist das campieren mit Hund vielerorts möglich. Hundekotbeutel sollten immer mitgeführt werden, um die Hinterlassenschaften des Vierbeiners zu entsorgen. Wichtig wäre hier noch zu erwähnen, dass es ratsam ist, am Halsband des Hundes einen Anhänger mit der Urlaubsadresse und der Handynummer des Besitzers anzubringen. Auch der bravste und folgsamste Hund kann sich erschrecken und unvermutet das Weite suchen.

 

Ferienhäuser – eine besonders angenehme Unterkunft für die Mitnahme von Hunden

Besonders beliebt bei Hundebesitzern sind Ferienhäuser am Strand, in Strandnähe oder direkt im Grünen, wo sich dem vierbeinigen Freund zwischen 30. September und 1. April unbegrenzte Auslaufmöglichkeiten direkt vor der Haustür bieten. Unbeschwertes Spielen und Toben auf kilometerweiten Sandstränden, endlose Dünen, lange Spaziergänge im Wattmeer, das Erkunden versteckter Felsenküsten oder mit dem Hund im Meer zu schwimmen erfreuen das Herz von Hund und Herr. Außerhalb der genannten Zeit herrscht an den meisten Stränden zwar Leinenpflicht, jedoch gibt es in ganz Dänemark die Möglichkeit, einen Hund ganzjährig ohne Leine laufen zu lassen.

 

Hundestrände erfreuen Mensch und Tier

Dänemark bietet spezielle Hundestrände, wo sich Vierbeiner ganz nach ihrer Natur ausleben können. Das Graben im Sand oder das herumtollen mit Artgenossen bietet auch dem Haustier eine willkommene Ablenkung vom Alltag während und Herrchen oder Frauchen ihre glücklichen Vierbeiner beim Spiel beobachten können. An den gekennzeichneten Hundestränden entfällt die Bestimmung der saisonalen Leinenpflicht natürlich ganzjährig.

 

Hundewälder bieten den Vierbeinern die nötige Abwechslung vom Stadtalltag

In allen anderen Wäldern gilt die Leinenpflicht als ganzjährig aufrecht, da diese den Lebensraum für verschiedene Wildtierarten, unter anderem Rotwild darstellen.

Ein zusätzliches, absolutes Highlight bietet Dänemark mit gut 200 sogenannten Hundewäldern. In diesen eingezäunten Waldgebieten wird Hundebesitzern die Möglichkeit geboten, den Hund frei laufen zu lassen und ohne lästige Leine zu schnuppern und das gesamte Gebiet zu erkunden. Hundewälder sind durch grüne Schilder mit der Aufschrift „Uden snor – med Ledsager“ gekennzeichnet. Die Übersetzung lautet „Ohne Leine – mit Begleitung“.

Hundewälder sind vollkommen frei von Wild, sodass ein sorgloser, unbeschwerter Waldspaziergang möglich ist. Auch einem gemütlichen Picknick in einem der Hundewälder steht nichts im Wege. Ein gut gepackter Picknickkorb mit leckeren Schlemmereien für die Familie und einen unbeschwerten Freilauf für den Hund – beides lässt sich wunderbar vereinen. Im Gegensatz zur Heimat, wo Hunde interessante Waldspaziergänge lediglich an der Leine genießen können bietet sich mit dem Besuch eines Hundewaldes eine einmalige Gelegenheit für den Vierbeiner, ohne lästige Leine im Gehölz und Buschwerk ganz Hund zu sein. Schnüffeln, buddeln, laufen, Artgenossen treffen, Stöckchen spielen und einen entspannten Besitzer – das ist Urlaub wie ihn sich Hund und Hundebesitzer wünschen. Als Voraussetzung versteht sich von selbst, dass freilaufende Hunde verträglich mit Artgenossen sind und auf Abruf zum Besitzer zurückkehren.

 

Tierärzte in Dänemark

Benötigt man während seines Aufenthalts in Dänemark einen Tierarzt, findet man neben der Empfehlung durch Einheimische Hilfe in den dänischen gelben Seiten „De gule Sider“. Hinweisschilder an Kreuzungen mit der Aufschrift „Dyreklinik“ weisen den Weg in eine Tierklinik. Im besten Fall sucht man schon vor der Abreise nach ärztlichen Versorgungsmöglichkeiten für den Hund und hat Adressen und Telefonnummern schon bei der Anreise im Gepäck.

 

Hund darf mit – Fast überall!

Fast immer darf der Hund an der Leine auch bei diversen Aktivitäten der Besitzer dabei sein. Beim Besuch eines Restaurants sind Hunde im Innenraum meist verboten, im Gastgarten jedoch erlaubt. Blindenhunde sind von dieser Regelung ausgenommen. Auch in öffentlichen Verkehrsmitteln wie Bussen und Bahnen darf ein Hund mitgenommen werden, ebenso auf Fähren. Beachtet werden muss jedoch die Leinenpflicht. Kleine Hunde, in Taschen sitzend, fahren hier sogar kostenlos, für größere Vierbeiner ist eine Kinderfahrkarte zu erwerben.

 

Damit ist es auch mit Hund möglich, öffentliche Verkehrsmittel zu nutzen und umliegende Gegenden außerhalb des Ferienquartiers zu erkunden, mit einer Fähre eine benachbarte Insel zu besuchen oder mit Bus oder Bahn Städte zu besichtigen. Im hundefreundlichen Dänemark steht dem unbeschwerten Urlaub mit Hund nichts mehr im Wege.